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Bei einem mit einem `!Ground Proximity Warning System`! (`!GPWS`!; dt.: `*Bodenannäherungs-Warnsystem`*) ausgerüsteten `F33f`_`[Luftfahrzeug`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Luftfahrzeug]`_`f werden in niedriger Flughöhe unter 762 m `F33f`_`[Radarhöhe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Radar-Altimeter]`_`f (2500 `F33f`_`[ft`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fuß_(Einheit)]`_`f) aus verschiedenen Daten Kriterien abgeleitet, bei deren Unterschreitung ein Alarm im `F33f`_`[Cockpit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cockpit]`_`f ausgelöst wird.

>>Contents

• `F0af`_`[Geschichte`#geschichte]`_`f
• `F0af`_`[Weiterentwicklung`#weiterentwicklung]`_`f
• `F0af`_`[GPWS-Modi`#gpws-modi]`_`f
• `F0af`_`[Informationsfluss GPWS`#informationsfluss-gpws]`_`f
• `F0af`_`[Mensch-Maschine-Schnittstelle`#mensch-maschine-schnittstelle]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f

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>>Geschichte

Das System wurde Ende der 1960er Jahre bei `F33f`_`[Honeywell International`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Honeywell_International]`_`f unter Leitung von `F33f`_`[C. Donald Bateman`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=C._Donald_Bateman]`_`f entwickelt, 1975 eingeführt und war eine Antwort auf sogenannte `F33f`_`[CFIT`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Controlled_flight_into_terrain]`_`f-Unfälle, bei denen ein ansonsten voll funktionsfähiges Flugzeug „in den Boden“ geflogen wurde. Das GPWS arbeitet in einem Betriebsbereich von 9 m bis 747 m Höhe über Grund (Radarhöhe). Fünf verschiedene Bedingungen (`*modes`*, Betriebsarten) führen bei Überschreitung unterschiedlicher Grenzen zu Warnungen.

>>>Weiterentwicklung

Das System wurde zum `F33f`_`[Enhanced Ground Proximity Warning System`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Enhanced_Ground_Proximity_Warning_System]`_`f EGPWS ausgebaut.

Durch `F33f`_`[Positionsbestimmung mit Satelliten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Global_Positioning_System]`_`f und eine Geländedatenbank wird nicht nur die aktuelle Höhe über Grund, sondern die gesamte Flugbahn über Grund der nächsten 60 Sekunden berechnet. Dadurch können Kollisionen mit steilen Berghängen deutlich zeitiger erkannt werden (z. B. 60 Sekunden mit EGPWS statt 6 Sekunden des GPWS des `F33f`_`[Air-New-Zealand-Fluges 901`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Air-New-Zealand-Flug_901]`_`f).

>>GPWS-Modi

In allen Modi, ausgenommen `*Mode 6`*, werden Warnungen sowohl akustisch als auch visuell ausgegeben. Die ersten beiden Warnungen gibt es in zwei Ausführungen abhängig von der Kritikalität.

`!Mode 1: Gefährliche Sinkgeschwindigkeit – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f excessive rate of descent`!
`*Warnmeldung:`* `B100`F9d9SINK RATE`f`b `*bzw.`* `B100`F9d9SINK RATE`f`b `B100`F9d9PULL UP`f`b
Radarhöhe und barometrisch gemessene Sinkgeschwindigkeit werden ausgewertet. Je niedriger die Radarhöhe, desto kleiner ist die Toleranz der maximal erlaubten Sinkgeschwindigkeit.

`!Mode 2: Gefährliche Bodenannäherungsrate – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f excessive terrain closure rate`!
`*Warnmeldung:`* `B100`F9d9TERRAIN`f`b `*bzw.`* `B100`F9d9TERRAIN`f`b`B100`F9d9TERRAIN`f`b `B100`F9d9PULL UP`f`b
Warnung vor schnell ansteigendem Gelände. Berücksichtigt wird die vom `F33f`_`[Radarhöhenmesser`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Radar-Altimeter]`_`f abgeleitete Höhe und Höhenänderungsrate. Je niedriger die Höhe, desto kleiner ist die Toleranz der maximal erlaubten Höhenänderungsrate. Befinden sich die Klappen in Landekonfiguration, ist die Warnung unterhalb von 60 m ausgeschaltet.

`!Mode 3: Höhenverlust nach Start oder Durchstarten – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f altitude loss after take-off or go-around`!
`*Warnmeldung:`* `B100`F9d9DON'T SINK`f`b
Ausgewertet werden die Radarhöhe und der barometrische Höhenverlust nach Aktivierung des `F33f`_`[TOGA`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=TOGA]`_`f-Modus. Je niedriger die Radarhöhe, desto kleiner ist die Toleranz des maximal erlaubten Höhenverlusts. Im Allgemeinen deaktiviert sich der Modus oberhalb von 1500 ft Radarhöhe.

`!Mode 4: Unsicherer Bodenabstand und keine Landekonfiguration – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f unsafe terrain clearance and not in landing configuration`!
`*Warnmeldung:`* `B100`F9d9TOO LOW – TERRAIN`f`b, `B100`F9d9TOO LOW – GEAR`f`b, `B100`F9d9TOO LOW – FLAPS`f`b
Das Warnkriterium wird aus Radarhöhe, Fluggeschwindigkeit und der Stellung des Fahrwerks und der Klappen abgeleitet.

`!Mode 5: Abweichung unter Gleitpfad im ILS-Anflug – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f deviation below glideslope`!
`*Warnmeldung:`* `B100`F9d9GLIDESLOPE`f`b
Das Warnkriterium wird aus Radarhöhe und der Abweichung unter den Gleitpfad gebildet. Je niedriger die Radarhöhe, desto kleiner ist die Toleranz der maximal erlaubten Gleitpfadabweichung.

`!Mode 6: Hinweise – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f advisories`!
Beim Erreichen bestimmter Radarhöhen ertönen Radarhöhen-Ansagen wie `B100`F9d9five hundred`f`b. Class A-Geräte erlauben zusätzliche konfigurierbare Radarhöhenansagen zwischen 10 und 2000 Fuß.`:cite-ref-1[`F5bf`_`[1`#cite-note-1]`_`f]

`!Mode 7: Windscherung – `F33f`_`[englisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Englische_Sprache]`_`f windshear`!
`*Warnmeldung:`* `B100`F9d9WINDSHEAR`f`b
Tendenzenvergleich zwischen `F33f`_`[IAS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Indicated_Airspeed]`_`f vom Air Data Computer und der `F33f`_`[GS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Geschwindigkeit_über_Grund]`_`f vom `F33f`_`[IRS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Inertiales_Navigationssystem]`_`f: Schnelle IAS-Änderung gegenüber langsamer GS-Änderung deutet auf eine `F33f`_`[Windscherung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Windscherung]`_`f. Eine rapide IAS-Verringerung weist auf eine negative Windscherung (Rückenwindstoß), eine rapide IAS-Erhöhung auf eine positive Windscherung, welche das GPWS – wenn so programmiert – ebenfalls erkennt. Des Weiteren erkennt das GPWS übermäßige vertikale Beschleunigungen im IRS (Fallwind, Microburst).

>>Informationsfluss GPWS

Das GPWS verarbeitet Signale vom `F33f`_`[Funkhöhenmesser`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Funkhöhenmesser]`_`f (englisch `*radar altimeter`* oder `*radio altimeter`*): die Höhe über Grund, vom ADIRS (Air Data and Inertial Reference System: Druckmessungen und Trägheitsnavigation, daraus die `F33f`_`[barometrische Höhe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Barometrische_Höhenmessung]`_`f, die Vertikalgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit), vom `F33f`_`[Instrumentenlandesystem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Instrumentenlandesystem]`_`f (ILS, daraus die Ablage vom Gleitpfad), vom `F33f`_`[Flight Management Computer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Flight_Management_Computer]`_`f und Guidance Computer, vom `F33f`_`[Fahrgestell`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fahrgestell]`_`f (ausgefahren oder nicht), von den `F33f`_`[Landeklappen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Landeklappe]`_`f (Stellung).

Ein zusätzliches Signal „Stall“ vom Flight Warning Computer stoppt alle GPWS-Ausgaben, weil die Reaktion auf einen `F33f`_`[Strömungsabriss`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Strömungsabriss]`_`f Vorrang hat. Zusätzlich können einzelne Modes durch eine „Inhibit“-Schaltung unterdrückt werden.

>>>Mensch-Maschine-Schnittstelle

Alarme des GPWS werden als auditive Anzeige (Töne und Sprache) ausgegeben, zusätzlich als visuelle Anzeige (Textmeldung und Anzeigelampe) im Blickfeld jedes Piloten. Es werden keine exakten Messwerte (die Höhe oder die Sinkgeschwindigkeit) angegeben, die Alarme wecken Aufmerksamkeit und erhöhen das `F33f`_`[Situationsbewusstsein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Situationsbewusstsein]`_`f. Die Bedienung erfolgt mit Tasten im Overhead-Panel.

>>Einzelnachweise

`:cite-note-1`!1.`! `F0af`_`[↑`#cite-ref-1]`_`f TAWS Brochüre (`F33f`_`[Memento`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Webarchivierung]`_`f des Originals vom 7. Oktober 2022 im `*`F33f`_`[Internet Archive`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Internet_Archive]`_`f`*) `!Info:`! Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uasc.com

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